Dampfsterilisation - Programme

  • Vor-Vakuum-Verfahren


    nach dem Schließen der Tür wird vor dem Dampfeinlass zum Zweck der LUFTENTFERNUNG ein Vakuum erzeugt. Nach der Haltezeit wird erneut ein Vakuum erzeugt - diesmal um die Rückverdampfung des Kondensates zu ermöglichen (Siedepunkterniedrigung durch Druckabsenkung). Der Erfolg von Entlüftung und Trocknung hängt stark von der Dauer und Qualität des Vakuums ab (< 60 mbar - 10-15 Minuten).

     

     

     

     

  • -> Das einfache Vor-Vakuum Verfahren ist hinsichtlich der Sicherheit der Luftentfernung (bei z.B. Hohlkörpern) nicht optimal

Einfache Vor-Vakuum Verfahren ermöglichen bereits die Sterilisation verpackter Instrumente, aber poröse Ladungen oder komplizierte Geometrien mit Hohlkörpern können u.U. doch Probleme bereiten.

  • Das Fraktionierte Vakuum-Verfahren


    stellt eine weitaus sicherere Methode zur Luftaustreibung dar und ermöglicht zudem eine schonendere (langsamere) Aufheizung des Gutes: Luft wird abgezogen, Dampf eingefüllt, wieder abgezogen, wieder eingefüllt...: potentielle Restluft wird immer mehr "verdünnt".

    Die Effektivität der Entlüftung hängt von der Anzahl und Art der Pulse (typisch 2-3) sowie der Qualität des Vakuums ab
    (sollte <= 60 mbar sein)

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    Fraktionierte Vakuum-Verfahren eignen sich i.d.R. auch für die Sterilisation poröser Ladungen (auch Instrumente mit Hohlkörpern...).

     -> SteriSet eignet sich bestens für Fraktionierte Vakuum-Verfahren

Fraktionierte Vakuum-Verfahren sind die meistverbreiteten und am besten kontrollierbaren Verfahren.

  • Das Fraktionierte Vakuum-Verfahren mit fraktionierter Trocknung


    Vorbehandlungs- und Sterilisationsphase sind unverändert zum vorstehend beschriebenen Verfahren, aber die TROCKNUNG ist effektiver: das Trocknungsvakuum wird mehrfach erzeugt, dazwischen aber immer durch Einlass trockener steriler Luft aufgehoben: diese trockene Luft kann jedesmal Restfeuchte an- bzw. aufnehmen - die dann im folgenden Vakuum-Schritt abgesaugt wird...

     

     


Derartige Verfahren ermöglichen eine ausgezeichnete Trocknung und sind heutzutage fast Standard im Krankenhaus.

Achtung

Für SteriSet ungeeignete Sterilisationsverfahren

 

Heißluftsterilisation, Gravitations- oder Strömungsverfahren sowie Formaldehyd- oder Ethylenoxidsterilisation oder auch Ersatzverfahren für die Sterilisation von thermolabilen Güter wie Plasma- oder Peroxydsterilisation sind nicht anwendbar.

  • Gravitations- Verfahren


    Ist das "älteste" Verfahren: nach dem Schließen der Tür des Sterilisators werden durch den einströmenden Dampf Druck und Temperatur erhöht.

    Nach der HALTEZEIT (min. 3 Min.) wird der Druck entlastet und die Tür geöffnet: die Ladung ist noch  heiß und nass...

    RISIKO: die in den Gebinden enthaltene Luft kann nicht sicher entfernt werden:
    sie wirkt als Isolator und kann die erforderliche Erwärmung bzw. Durchfeuchtung stark behindern.
     

  • DO NOT APPLY TO WRAPPED INSTRUMENT SETS !!!

GRAVITATIONS-Verfahren sollten generell nur bei unverpacktem Sterilisiergut angewendet werden.

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