Der KONDENSAT-Ableiter

Standard SteriSet Container-Wannen sind ohne jede Perforation (aus nahtlos tiefgezogenem, anodisierten Aluminium) gefertigt. Wegen der sehr hohen Wärmekapazität und -leitfähigkeit von Aluminium sind diese Wannen erfahrungsgemäß geeignet, Beladegewichte bis zu 10 KG Edelstahl einwandfrei zu sterilisieren bzw. zu trocknen..

Steigendes Beladegewicht - oder auch einfach schwere Instrumente mit geringer Oberfläche - erhöhen erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Sterilisation Restfeuchte im Container verbleibt.  In Fällen in denen die Zuladung von 10 KG überschritten wird - oder ungünstige Sterilisationsbedingungen vorliegen (Nassdampf, ältere Sterilisationsanlage; ungünstige Ladung ...) - empfiehlt sich daher die Verwendung von Containern mit Kondensat-Ableiter.

  • Hierbei handelt es sich um Container mit einen thermisch gesteuerten Bodenablauf - angebracht am tiefsten Punkt der Wanne - der während der Sterilisation temperaturgesteuert öffnet und schließt.

  • Bei Erreichen von 130 °C öffnen die gekapselten Thermobimetall-Schnappscheiben das am tiefsten Punkt angebrachte Kondensatventil: am Boden gesammeltes, überschüssiges Kondensat kann jetzt während der Sterilisation in flüssiger Form aus dem Behälter auslaufen...
  • Das Rückschalten erfolgt während der Trocknungsphase bei erstmaligem Unterschreitung von 110 °C: Danach öffnet das Kondensatventil erst wieder wenn die Temperatur erneut 130 °C erreicht,  was bedeutet, dass der Container zum Zeitpunkt des Türöffnens längst sicher verschlossen ist..



Kondensat, das auf diese Weise in flüssiger Form entfernt werden konnte (bis zu 70%) muss nun später - während des Trocknungsvakuums  - NICHT mehr rückverdampft werden!

Die Wahrscheinlichkeit, selbst mit schweren Ladungen trockene Ergebnisse zu erhalten, ist damit wesentlich höher als im Vergleich zu Containern mit geschlossenem Boden (bei denen die GESAMTE Kondensatmenge rückverdampft werden muss  – ein Vorgang, der sehr viel thermische Energie benötigt, die häufig AM BODEN eines Containers nicht zur Verfügung steht...)

Anmerkung: Das Kondensatventil eignet sich speziell für die Instrumenten-Sterilisation (bei Beladung mit porösem bzw. saugfähigem Material könnte das Bodenventil keine Flüssigkeit entfernen...)

  • Prüfung: Das Kondensatventil muss mit unversehrter Dichtung ordnungsgemäß eingeschraubt sein und unter Federspannung stehen

    (Prüfung der Federspannung im eingeschraubten Zustand durch Drücken mit dem Daumen; Einschrauben des Ventils: senkrecht andrücken und gleichzeitig im Uhrzeigersinn bis zum spürbaren Einrastpunkt drehen)

     

     

Bitte beachten:

  • Jeder Container (nicht nur Typen mit Kondensatventil) muss während der Sterilisation waagrecht stehen, da sich andernfalls Kondensat einseitig (z.B. in den Ecken) ansammelt und die Trocknung behindert (bei einem Kondensatventil Container würde sich in diesem Fall das Kondensat nicht am tiefsten Punkt - dem Bodenablauf - befinden und könnte somit beim Öffnen des Kondensatventils auch nicht entfernt werden...
  • Die Sterilisations-Haltezeit muss minimal 3,5 Minuten betragen (je länger je besser...) um das Kondensatventil sicher öffnen zu können
  • bei Containern mit Kondensatventil im Boden sollte das Kondensat ungehindert zum Boden abtropfen können. Dies ist durch die Verwendung von Einschlagtüchern mit mittig ausgespartem Loch (=LOCH-Tüchern) möglich. Empfohlene Abmessungen der Aussparung im Tuch: 40x20 cm bzw. 20x20 cm bei Halbcontainern
  • ACHTUNG: Sterilisierzeiten beachten! Sterilisierbehälter sind nach Programmende möglichst umgehend, spätestens innerhalb einer Stunde aus dem Sterilisator zu entnehmen: Längeres Verweilen in einer geschlossenen, beheizten Kammer könnte u.U. zum Wiedererreichen der Schalttemperatur, damit zum Öffnen des Bodenventils und zu Unsterilität bei Entnahme führen! Insbesondere in Fällen, in denen wenig Ladung sterilisiert wird (< 2 KG) ist umgehend nach Programmende zu entnehmen.

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